„Senioren-Roulette“ am 14.12.19 in der Rheinhalle – nein, keine Angst, das ist nicht die Vorschau auf einen langweiligen Winterfeierabend mit alten Leuten. Vielmehr weist der Titel auf das diesjährige Bühnenstück hin, das in schon fast traditioneller Art durch die Theatergruppe FvLutlicht für die Krönung des Abends sorgen wird.

 

Und das erwartet uns in der Komödie in drei Akten von Jennifer Hülser: Die rüstige Hetti (Birgit Dahm) lebt zusammen mit dem alten Haudegen Wigald (Piero Pignone) und der hin und wieder schon ein bisschen verwirrten Else (Sibylle Puppe) im Seniorenheim. Dort gibt sich die Beschäftigungstherapeutin Ella (Jana Schmitt) zwar leidlich Mühe, die Bewohner*innen bei Laune zu halten, doch wollen diese sich nicht damit abfinden, dass sich ihre Lebensfreuden auf Mon Chérie und das Singen von Volksliedern beschränken soll. Pflegerin Constanze (Caro Singler) hat dafür nicht das geringste Verständnis. Wenn es nach ihr ginge, sollten die Alten mit pharmazeutischen Mittelchen möglichst ruhiggestellt werden. Mehr Verständnis bringt da schon ihre Kollegin Iris (Tina Heger) auf. In ihren Schichten werden die Regeln deutlich großzügiger ausgelegt, was den Senioren gewisse Freiheiten verschafft. Kritisch wird dies allerdings an dem Tag, an dem eine der Eskapaden offensichtlich etwas eskaliert, was dazu führt, dass Else verschwunden ist, sich mit Maria Metzger (Birgit Schwartz) eine neue Köchin vorstellt, und mit Robert (Jürgen König) mit seinem Kumpanen Fiete (Wolle Winter) zwei zwielichtige Gestalten auftauchen, die zweifelsohne nichts Gutes im Schilde führen. Zu allem Überfluss setzt die jung-arrogante Anouschka (Lotte Schmitt) flugs mal eben ihren Vater Wilhelm (Oli Arheidt-Funk) im Seniorenheim aus, um in den Urlaub fliegen zu können. Ob in dem dadurch entstehenden Durcheinander die hellseherischen Fähigkeiten der Putzfrau Carola (Anke Heuser), die glaubt, in ihrem Wischwasser die Zukunft sehen zu können, hilfreich sind, kann bezweifelt werden.

 

Wie zu erfahren war, stellt das diesjährige Theaterstück an Spritzigkeit und Humor die Aufführungen der letzten Jahre in den Schatten. Das textlich nichts schiefgeht, dafür sorgt in bewährter Manier Almuth Pfleging im Souffleurkasten. Wer die Truppe um Tina Heger kennt, weiß, worauf man sich freuen kann. Wer sie nicht kennt, hat am 14.12. die Gelegenheit, sie kennenzulernen. Der Eintritt ist frei! Auch Personen, die nicht Mitglied im FVL sind, sind herzlichst eingeladen.

 

PS: Als ultimativer kultureller Anreiz noch ein Hinweis an alle, (noch) nicht wissen was „Bierpong“ ist – hier wird’s erklärt.

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